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Brief des Vorstandsvorsitzenden
 
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Sehr geehrte Aktionäre, liebe Freunde des Unternehmens

Dr.-Ing. Herbert Lütkestratkötter, Vorsitzender des Vorstandes
Dr.-Ing. Herbert Lütkestratkötter, Vorsitzender des Vorstandes

2008 war ein turbulentes Jahr. Die Finanzkrise mit ihren globalen Auswirkungen hat die Welt vor neue Herausforderungen gestellt. Diese zu meistern, wird für alle gesellschaftlichen Kräfte eine wesentliche Aufgabe des Jahres 2009 darstellen. Trotz der Krise war 2008 zugleich ein erfolgreiches Jahr für den HOCHTIEF-Konzern. Wir konnten unseren Ausblick im Laufe des Jahres zweimal nach oben korrigieren und haben sämtliche gesteckten Konzernziele des Geschäftsjahres mehr als erreicht. Der Konzerngewinn stieg auf 175 Mio. Euro und liegt damit um gut 24 Prozent über dem Vorjahreswert – Zahlen, auf die wir stolz sind.

Die HOCHTIEF-Aktie konnte sich trotz der guten Entwicklung des Unternehmens der Entwicklung an den Aktienmärkten nicht entziehen und verlor im Jahresverlauf stark. Der Aktienkurs spiegelte in keiner Weise mehr das erfolgreiche operative Geschäft und den Wert des Konzerns wider. Auch die Kurse von börsennotierten Projektgesellschaften, an denen unsere Tochtergesellschaft Leighton beteiligt ist, wurden durch die Krise negativ beeinflusst. Obwohl diese Kurse ebenfalls nicht den realen Werten der Konzessionsprojekte entsprechen, entschied das Board of Directors von Leighton aus Vorsichtsgründen, zum 31. Dezember 2008 eine Wertberichtigung auf die jeweils dem aktuellen Kurs entsprechende Börsenkapitalisierung vorzunehmen.

Trotz dieser Einflüsse blieb HOCHTIEF auf dem Erfolgskurs der Vorjahre. Gerade in Zeiten wie diesen zeigt sich, dass wir unseren Konzern weitsichtig auf- und ausgebaut haben. An der tragfähigen Lebenszyklusstrategie hielten wir im Berichtsjahr unverändert fest. Unsere Leistungen decken alle Lebensphasen von Projekten ab: Mit den Modulen unserer Angebotspalette – Entwicklung, Bau, Services

sowie Konzessionen und Betrieb – erfassen wir die gesamte Wertschöpfungskette von Immobilien, Anlagen und Infrastrukturprojekten. Dabei agieren wir grenzübergreifend im Konzernverbund. So können unsere Kunden auf internationale Expertise, bewährte Best-Practice-Lösungen, die Vorteile von Synergien und höchste Qualität bei allen Leistungen zählen. Zudem zahlt es sich aus, dass wir uns in den vergangenen Jahren intensiv auf wachstumsstarke Märkte, Branchen und Regionen fokussiert haben.

In das Jahr 2009 blicken wir mit Zuversicht. Unser Auftragsbestand beträgt mehr als 30 Mrd. Euro. Er sichert bereits am Jahresbeginn weitgehend das Geschäft für das laufende Jahr. Zudem erwarten wir in mehreren Ländern, dass die Maßnahmen zur Belebung der Konjunktur wirken werden. Infrastrukturmaßnahmen stehen dabei überall im Vordergrund. Das ist einer der Schwerpunkte des HOCHTIEF-Konzerns.

Es zahlt sich heute aus, dass wir in der Vergangenheit auf konservative Finanzierung, auf geringe Nettoverschuldung und eine gesunde Eigenkapitalquote Wert gelegt haben. Dies zusammen mit unserem überzeugenden Geschäftsmodell und unserer transparenten Berichterstattung auch während des Geschäftsjahres führte dazu, dass zum Jahresende18 von 24 Analysten empfahlen, die HOCHTIEFAktie zu kaufen, und vier, sie zu halten.

Als Reaktion auf die Finanzmarktkrise haben wir aus Vorsicht die Liquiditätsreserven erhöht. Wir rechnen für einige Zeit mit höheren Eigenkapitalbeteiligungen in der Projektentwicklung und mit höheren Zinsen auf Fremdkapital.

Alle sechs Unternehmensbereiche trugen 2008 zum Erfolg von HOCHTIEF bei: Bei HOCHTIEF Americas zeigten unsere Tochtergesellschaften Turner und Flatiron in ihren Segmenten Hoch- beziehungsweise Infrastrukturbau erneut herausragende Leistungen. Zu den Großaufträgen gehörte etwa der Great American Tower in Cincinnati, ein Büroturm im Wert von 165 Mio. Euro, den Turner errichten wird. Flatiron wurde unter anderem zum Federführer einer Arbeitsgemeinschaft für den Bau eines Abschnitts der Ringautobahn um Edmonton in Kanada mit einem Wert von 624 Mio. Euro ernannt. Zudem bewiesen die beiden Unternehmen neue Stärke durch ihren gemeinsamen Auftritt: So werden sie etwa den Sacramento International Airport gemeinsam sanieren. Weitere Gemeinschaftsprojekte sind geplant.

 
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